Mit dem E-Auto nach Dortmund

Remco und sein Freund, zwei holländische Blogger, hatten sich im November 2015 unter dem Motto „Citytrips für Männer“ in ihrem Tesla auf den Weg zu uns nach Dortmund gemacht. In seinem Lifestyle Blog berichtete Remco über den Besuch der Zeche Zollern als ein ganz besonderes Erlebnis auf der Route der Industriekultur (Zum Artikel). Die Bergmann-Brauerei, das Dortmunder U und die herrliche Atmosphäre im historischen Herz der Stadt, dem Alten Markt, bei einem leckeren Bier, ließen ihre Lebensgeister applaudieren. Und der Tesla mit ca. 400 Kilometer Reichweite hatte sie überall hingebracht, bevor er wieder an die Ladestation musste.

Und das war auch kein Problem, denn Dortmund gehört zu den zehn deutschen Städten, die bei der Ladeinfrastruktur die Nase vorn haben.

Schon 2010 wurde in Dortmund die erste Ladestation für Elektroautos vor der ADAC-Hauptgeschäftsstelle eingeweiht. Mittlerweile gibt es in Dortmund in einem Umkreis von zehn Kilometern 55 öffentliche Ladesäulen, die 85 Fahrzeugen gleichzeitig die Möglichkeit des Stromtankens ermöglichen. Mit knapp 180 Ladepunkten für Elektrofahrzeuge hat das Dortmunder Stadtgebiet den dichtesten Bestand an Ladesäulen in Deutschland und ist damit auch in Europa in einer führenden Position. Natürlich sollen und müssen noch weitere folgen.

Im Herzen Dortmunds rund um, am oder innerhalb des Wallrings gibt es momentan 19 öffentliche Ladestationen. Sogenannte Supercharger auf Privatgrundstücken wie beim Akzent-Hotel Körner Hof in Dortmund-Brackel ergänzen die Liste. Eine Kooperation mit Tesla macht es möglich. Auch am Stammsitz der Bäckermeister Grobe GmbH & Co. KG in Dortmund steht eine E-Ladesäule. Hier ist der Betreiber die DEW 21. Kunden können somit beim Einkauf ihr E-Bike oder E-Auto aufladen. Bis Ende des Jahres 2017 ist dies sogar kostenfrei möglich.

Der RWE Ladesäulenfinder listet die öffentlichen Ladesäulen in Dortmund auf. Filter erlauben die Übersicht nach Wechselstrom oder Gleichstrom zu durchsuchen. Ob eine Ladesäule frei oder belegt ist, wird direkt angezeigt.

Übrigens: Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt seit dem 16. Oktober 2017 Privatpersonen, die auf ihrem Grundstück eine Ladesäule für Elektrofahrzeuge installieren möchten. Die neue Förderung ist Teil des „Sofortprogramms Elektromobilität“, das die Landesregierung für Kommunen, Handwerker, Unternehmen und Privatpersonen aufgelegt hat.

Demjenigen, der Dortmund mit dem Elektroauto besucht, winkt noch ein besonderes Bonbon. Die Stadt bietet nämlich an bestimmten Stellen im Stadtgebiet Parkplätze exklusiv für Elektroautos an. Und das Beste an diesem Angebot ist, der Parkplatz ist kostenfrei. Wenn allerdings Autos mit Verbrennungsmotor dort parken, kann es für diese sehr teuer werden.

Die Parkplätze für E-Autos in der Dortmunder Innenstadt sind wie folgt aufgelistet:

  • Hansastraße, Westseite südlich Hansaplatz Nähe Taxihalteplatz
  • Bissenkamp 14
  • Betenstraße, Höhe Deutsche Bank
  • Kleppingstraße, Höhe Stadthaus
  • Kampstraße ( westlicher Abschnitt ) 88
  • Beurhausstraße, Höhe Klinik

Und wenn Dortmunder oder Dortmunder Gäste, die vielleicht mit dem Zug angereist sind und dennoch ein Auto benötigen, ein E-Auto testen bzw. buchen möchten, kann dies für kleines Geld zum Beispiel bei www.ruhrauto-e.de angemietet werden.

Dortmund wurde übrigens für das vorbildliche Engagement im Bereich von Elektromobilität und Klimaschutz von dem Vorsitzenden des europäischen Netzwerks der Automobilen Exzellenz (NoAE) mit dem Green-City-Award ausgezeichnet.

Vom Dortmunder Airport bis zur Zeche Zollern von Brechten bis Syburg überall ist Landeinfrastruktur vorhanden. Ob in der Nähe des Deutschen Fußballmuseum oder der Thier-Galerie, ob am Romberg-Park oder in der Adi-Preisler-Allee beim Trainingsgelände des BVB  – überall findet der Gast Ladesäulen.

Ob wohl auch schon ein prominenter BVBler ein E-Auto fährt?