Urbans Sketchers: gezeichnete Momente aus Dortmund

In einer Zeit, in der die Fotografie omnipräsent ist, nehmen sich die wenigsten die Zeit, wirklich hinzuschauen. „Urban Sketchers“ tun genau das – mit Skizzenbuch und Zeichenstift ziehen sie los in urbane Räume und beobachten. Sie lassen sich nieder, um ein Detail, ein schönes Gebäude oder eine beeindruckende Szenerie zu „sketchen“, also relativ schnell auf Papier zu zeichen.

Alter Markt von Natalie Planer-Friedrich

Die Urban Sketchers haben inzwischen städte- und länderübergreifende Netzwerke und zeichnen längst nicht mehr nur im eigenen Umfeld. Ihre Mission ist niedergeschrieben in einem Manifest, welches als Grundlage dient, als kleines Regelwerk, an das jeder sich so dogmatisch hält, wie er mag:

1. Wir zeichnen vor Ort, drinnen oder draußen, nach direkter Beobachtung. 2. Unsere Zeichnungen erzählen die Geschichte unserer Umgebung, der Orte, an denen wir leben oder zu denen wir reisen. 3. Unsere Zeichnungen sind eine Aufzeichnung der Zeit und des Ortes. 4. Wir bezeugen unsere Umwelt wahrhaftig. 5. Wir benutzen alle Arten von Medien. 6. Wir unterstützen einander und zeichnen zusammen. 7. Wir veröffentlichen unsere Zeichnungen online. 8. Wir zeigen die Welt, Zeichnung für Zeichnung.

Vier Urban Sketchers, die regelmäßig in Dortmund zeichnen, haben mir Einblick gewährt in ihre Skizzenbücher.

Wer sich an einem Donnerstagabend in Dortmund aufhält und Lust auf Zeichnen in der Gemeinschaft hat, der kann sich den Dortmunder Urban Sketchers anschließen. Jeden Donnerstag um 18 Uhr treffen sie sich im Museum für Kunst und Kulturgeschichte.

Die Dortmunder Gruppe zeigt ihre Werke inzwischen unregelmäßig bei Ausstellungen oder auf flickr.

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