Ausblick auf den Dt. Ev. Kirchentag: Stadtkirche St. Petrikirche

Vom 19. bis 23. Juni findet in Dortmund der Deutsche Evangelische Kirchentag statt – u.a. auch in der Innenstadtkirche St. Petri am Westenhellweg. Pfarrerin Christel Schürmann hat mit uns vorab über das Geschehen in der Petrikirche während des Kirchentages gesprochen.

Frau Schürmann, welche Rolle übernimmt die Petrikirche während des Kirchentages?

Pfarrerin Christel Schürmann: St. Petri ist ein sogenanntes Geistliches Zentrum, d.h. es ist eher ein Ausruhort und ein Ort, an dem Menschen sich von dem anstrengenden Kirchentagsalltag erholen und sich segnen lassen können.

Was erwartet Besucher während des Kirchentages in der Stadtkirche St. Petri?

St. Petri lohnt auf jeden Fall einen Besuch! Denn während des Kirchentages wird in der Kirche ein Wald aus echten Bäumen sein, der zum Innehalten, Lauschen und Entdecken einlädt.

Das Programm wird von einem Team aus Wittgenstein durchgeführt. Wir bemühen uns, dass auch Menschen aus St. Petri präsent sind, um Besuchern konkrete Fragen zur Kirche beantworten zu können. Wir versuchen, St. Petri beim Kirchentag durchgängig von 8 bis 23 Uhr zu öffnen – auch um Dortmunder Gastfreundschaft zu zeigen.

Finden besondere Veranstaltungen statt?

Ja – ein besonderer Programmpunkt findet am Freitag, den 21. Juni statt: ein Feierabendmahl mit Wandlung des Altars „Goldenes Wunder“. Bei dieser teilweise auch englischen Feier wird ein Musiker aus Simbabwe Orgel spielen und ein Musiker aus Brasilien Akkordeon.

Die außerordentlichen Klappung des „Goldenen Wunders“ von der Bild- auf die Goldseite macht St. Petri möglich, um den Kirchentagsbesucher auch die Goldseite des Altars zeigen zu können, die ansonsten im Sommer nicht zu sehen ist.

Hintergrund:

In der Petrikirche Dortmund steht eines der größten Kunstwerke, das Dortmund aus dem Mittelalter erhalten geblieben ist: Das goldene Wunder – ein Flügelaltar.

Wer vor dem Altar steht, muss den Kopf unweigerlich drehen. Denn der Altar ist mit 5,6 m Höhe und 7,4 m Breite ein Kaventsmann. Er ist der größte flämische Altar des Mittelalters und besteht aus zwei Paar Flügeln, die auf und zu geklappt werden können. Der Altar ist das Herzstück der gotischen Stadtkirche aus dem 14. Jahrhundert.

Mehr